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Ich habe aktuell die Gelegenheit genutzt und den KM-202 gekauft und getestet. Vom Xone92 als letzten Mixer kommend, hat man nun natürlich so die ein oder andere Vorbeleastung, was Sound, Komfort und Bedienung betrifft. So packte ich das gute Stück aus. Die Kiste hat ein solides Gewicht, alle Teile sehen gut verbaut aus. Mixer-Eingang ist vorne. Dies sollte meiner Meinung nach standard sein. Alle Potis, Fader etc. scheinen stabil zu sein.

Als sehr schön empfand ich die Oberfläche der 202. Diese macht im Club sicher eine geile Figur, wobei rein vom Sound her wird es solch eine Kiste nie in einen Club schaffen. Sicher klingt das Pult besser als ein Behringer in vergleichbarer Preisklasse.

Die EQ-Sektion mit den Presets finde ich mehr als überflüssig. Man hätte sich das Geld besser schenken sollen und hätte entweder die Kiste preiswerter auf den Markt geworfen oder aber man hätte der Kiste ein Booth-Poti verpasst. Ja. Richtig gehört. Es gibt einen Master und einen Both-Ausgang. Leider ist der Booth-Ausgang aber fast überflüssig, da man die Ausgangslautstärke nur über die jeweiligen Eingangskanallautstärke (Trim) regeln kann. Dies ist faktisch der Minuspunkt für einen Club. Ich habe mir hier noch beholfen, indem ich den Both nicht benutzt habe und das Signal über eine Patchbay und Ableton Live aus zwei Outputs ausgegeben habe. Zum einen auf eine Abhöre und dann ein aktives 400 Watt System, welches ich als Booth benutze.
Auch nicht überzeugt hat mich der Fader, der nicht so greift, wie man es sich als DJ so wünscht. Die Curve-Regelung brachte da keine Abhilfe.
Ein weiterer Minuspunkt ist die viel zu kurze LED-Kette. Man hat kaum die Möglichkeit die beiden Tracks von der Lautstärke her sauber einzupegeln.
Und zum Schluß muss man noch anmerken, dass es sehr schade ist, dass man die Effekte nicht für den Mikrofon-Eingang verwenden kann.

Das eingebaute Kaoss-Pad funktioniert meiner Meinung nach sehr gut und die Effekte klinken amtlich. Die Hold-Taste klappt gut und im Zusammenspiel mit zwei Fingern, des Dry-Reglers und der Nachhall-Funktionen lassen sich tolle Dinge umsetzen, wenn man sie gekonnt und zielsicher einsetzt.
Alles in allem finde ich den 202 für 369 (aktuell 299) Euro und den 402 für 450 Euro deutlich zu teuer, wenn man es zum Beispiel mit einem DJM 40o vergleicht.
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